Mosaik Europa – JOXMA SA MIND

Ein Film von Anna Lütgering und Ira Diagne in Kooperation mit Nini Sow über Europabilder im Senegal

Flyer_vorne

„More persons in more parts of the world concider a wider set of possible lives than they did ever before“

Die Anziehungskraft Europas auf die Länder südlich der Sahara steigt von Tag zu Tag. Besonders der illegalen Migration aus Afrika schenken die Medien in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit. Hauptursache für den Druck auf die Grenzen Europas scheint das immer drastischer anwachsende Wohlstandsgefälle zwischen den Kontinenten zu sein. Perspektivlosigkeit im Heimatland und medial vermittelte Anreize eines besseren Lebens im Eldorado der westlichen Industriestaaten scheinen für viele Menschen Grund genug, das hohe Risiko einer Migration vorbei an legalen Wegen auf sich zu nehmen.

Migration ist kein neues Phänomen in der Menschheitsgeschichte, sondern existiert vielmehr seit sich Gesellschaften organisieren und folglich Herrschaftssysteme begründet und Machtkämpfe ausgerungen werden. In der Migrationsforschung ist man sich darüber einig, dass diese Bewegungen von Menschen durch eine Vielzahl zusammenhängender Ursachen und Zwänge kultureller, politischer, wirtschaftlicher, religiöser, demografischer, ökologischer, ethnischer und sozialer Art ausgelöst werden. In der Regel sind sie ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen, die oft stark miteinander verwoben sind.

 

Unsere Herangehensweise an die Thematik

„The image, the imagined, and the imaginary – these are all forms that direct us to something critical und new in the global cultural process: The imagination as a social practise is now central to all the forms of agency, is itself a social fact, and is the key component of the new global order.“

Für uns stehen die Bilder Europas, die in Afrika zirkulieren im Mittelpunkt. Was denken all die Menschen, die hierher kommen, oder kommen möchten, von Europa? Was sind ihre Vorstellungen, Wünsche und Träume? Was erhoffen sie sich hier zu finden? Sind die Bilder eines „Paradies Europa“ wirklich so weit verbreitet? Und wenn ja, warum und wie werden diese Bilder aufrecht gehalten? Warum vermindert sich der Strom der Auswanderer nicht, angesichts der Erfahrungen vieler hier lebender Afrikaner, der schweren bis unmöglichen Einreisemöglichkeiten und der verstärkten Aufmerksamkeit der Medien, auch des Senegals, auf die Misere der Bootsflüchtlinge auf den Kanarischen Inseln und den vielen Verunglückten? Das Interesse an diesen Bildern, Vorstellungen und Auffassungen von und über Europa begleitete uns in den Senegal.

 

Unser Ziel

Unser Projekt hatte es nicht nur zum Ziel „zu verstehen“, sondern die gewonnenen Erkenntnisse auch zu teilen. Dies wollen wir in Form des Films sowohl in Deutschland (Europa) als auch in Senegal (Afrika) tun.

Der Film will nicht Stellung beziehen, ob es gut oder schlecht ist, nach Europa zu gehen. Er will, vor allem in Afrika, dazu anregen und aufrufen, sich der Gründe bewusst zu werden, die es dafür oder dagegen gibt und verdeutlichen, dass es ein Thema ist, bei dem man seine eigene und gut begründete Stellung haben sollte, um nicht unbedacht loszugehen, sich selbst zu verraten oder zu verkaufen – für ein Paradies, das vielleicht gar keines ist.

In Europa dagegen macht es sich der Film zum Ziel, daraufhin zu sensibilisieren, wer eigentlich diese Menschen sind, die nach Europa auswandern, was sie dafür auf sich nehmen und vor allem, warum sie dies tun und wünschen.

„We live in a world of many kids of realism, some magical, some socialist, some capitalist, and some are jet to be named.“

 

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