Jokko-Connection: Das Konzept – Leitbild

 

Man kann sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Weltgeschehen auseinandersetzen und versuchen, es zu verbessern. In den letzten 30 Jahren reisten wir in unterschiedliche, vermeintlich fremde Kulturen und lernten auf diesem Wege Menschen – ihre Geschichten, Gedanken und Gefühle – kennen, die damit beschäftigt waren, neue Arten des Miteinanderlebens zu gestalten. Das Aufbrechen alter gesellschaftlicher Strukturen, das sich stets wandelnde Verhältnis zwischen Mensch und Natur sowie Globalisierung und Migration müssen dabei stets als Grundlage der Suche nach einem friedlichen gemeinsamen Weg mitbedacht werden.

Unserer Ansicht nach gibt es zahlreiche vielversprechende Ansätze und Projekte aus den verschiedensten Bereichen (Politik, Landwirtschaft, soziale Arbeit, Kultur, Wissenschaft etc.), die teilweise leider nicht ausreichend miteinander vernetzt sind. Dies hat zur Folge, dass nur ein Teil der hilfsbenötigten Menschen von den Ergebnissen profitiert und auf lange Sicht nur wenig bewegt wird. Ziel von Jokko Connection ist aus diesem Grund der Austausch und die Verbindung verschiedener Disziplinen im Kleinen im Rahmen kultureller und künstlerischer Projekte.

Eine weitere Grundlage des Miteinanders besteht im grundsätzlichen gegenseitigen Interesse. Lediglich Unsicherheit und Angst gegenüber„dem Fremden“ können dazu führen, dass Verbindungen erschwert werden oder gar nicht erst zustande kommen.

Von unserem langfristigen Ziel der Errichtung eines Kulturzentrums als Plattform des Kennenlernes erhoffen wir uns, dazu beitragen zu können, dieses gegenseitige Interesse zu wecken und zu nähren. Die Nähe zu den Menschen soll uns dabei helfen, genau auf das zu achten, was uns Menschen bewegt und uns davor bewahren, gängige Klischees zu bedienen, die Unterschiede betonen und alte Bilder reproduzieren.

Aufbauend auf unserem Konzept von Austausch und Verbindung hat Jokko Connection bereits zwei Projekte im Bereich Film und Musik umgesetzt. Der Dokumentarfilm „Joxma Sa Mind – Mosaik Europa“ und die Musik-Compilation „Europe Dem Dik“ beschäftigen sich mit der afrikanisch-europäischen Migration. Hier werden die Bilder Europas aus Sicht einzelner Senegalesen nebeneinandergestellt und lassen so ein Mosaik an Meinungen und Geschichten entstehen, das in der großen Debatte um die Gründe und Ursachen von Migration eine neue Sichtweise eröffnet.

Die Afrikanischen Filmtage in München sind ein weiteres Projekt von Jokko Connection e.V. und werden 2013 – zum dritten Jahr in Folge – wieder im Vortragssaal der Münchner Stadtbibliothek/Gasteig stattfinden (26.10. – 03.11.2013). Zusätzlich zur Filmreihe werden wir dieses Jahr auch zwei Lesungen mit afrikanischen Autoren sowie eine afrikanische ClubNight veranstalten und die Filmtage somit zu einem kleinen Festival ausbauen. Unsere Kooperationspartner sind hierbei die Münchner Stadtbibliothek sowie die Volkshochschule München. Finanzielle Unterstützung werden wir – wie bereits 2011 und 2012 – wieder beim Kulturreferat der LHM beantragen. Zudem sind wir auf der Suche nach Sponsoren (Werbeanzeigen können in das Programmheft gedruckt werden – Auflage 5.000 Stück).